Förderung für Elektroauto-Ladestationen

Die Bundesrepublik Deutschland fördert der Umwelt zuliebe erneuerbare Energien wie Windkraft und Solarstrom. Wie auch E-Auto-Fahrer davon profitieren können, zeigt Ihnen solarenergie.de am Beispiel der bundesweiten Förderung von privaten Ladestationen für Elektroautos.
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    Förderung für Elektroauto-Ladestationen

    Wer ein Elektroauto fährt, für den lohnt es sich, über die Anschaffung einer Wallbox nachzudenken. Die Ladestation ermöglicht auch zu Hause einen sicheren und schnellen Ladevorgang des E-Autos.

    Wird über die Wallbox das E-Auto mit eigenem Solarstrom oder mit Ökostrom vom örtlichen Energieversorger geladen, gibt es einen staatlichen Zuschuss für die Elektroauto-Ladestation. Weitere Voraussetzungen sind, dass die Ladestation über eine Normalladeleistung von 11 kW und die Schnittstelle für eine intelligente Steuerung verfügt.

    Wer kann die Förderung einer E-Auto-Ladestation beantragen?

    Die Förderung von Ladestationen für Elektroautos bezieht sich auf privat genutzte Stellplätze, die zu Wohngebäuden gehören. Ausgenommen von der Förderung sind Ladestationen, die sich in öffentlicher Hand befinden – beispielsweise auf städtischen Parkplätzen oder frei zugänglichen Parkstreifen – und die nicht Anwohnern vorbehalten sind. Auch Ladesäulen auf Mitarbeiterparkplätzen von Unternehmen werden nicht gefördert.

    Zu den Personen, die zu einer Förderung berechtigt sind, gehören also private Eigentümer von Wohnungen und Häusern sowie Mieter. Wohnungseigentümer brauchten allerdings lange Zeit noch der Zustimmung sämtlicher Mitglieder einer Wohnungseigentümergemeinschaft, wenn sie eine Ladestation installieren lassen wollten. Wer zur Miete wohnte, war auf die Zustimmung des Vermieters angewiesen.

    Seit der Anpassung des Miet- und Wohnungseigentumsrechts durch den Gesetzgeber können Wohnungseigentümer und Mieter seit dem 1. Dezember 2020 eine Ladestation für ihr E-Auto ohne die Einholung einer Zustimmung seitens Dritter installieren. Für alle Antragsteller gilt jedoch grundsätzlich: Eine Förderung für seine private Ladesäule erhält nur, wer in ein Gebäude bereits eingezogen ist. Wer also neu baut, muss warten, bis das Haus oder die Wohnungen bewohnt sind.

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    Wie hoch ist die Ladesäulen-Förderung?

    Im Zuge der wachsenden Bedeutung von Elektromobilität nimmt der Staat mehr als 300 Millionen Euro in die Hand, um den Kauf und die Installation privater Ladesäulen zu fördern. Die Förderung für E-Auto-Ladestationen deckt auch den Erwerb eines Netzanschlusses und die Anschaffung eines Energiemanagementsystems ab.

    Der Zuschuss beläuft sich dabei auf 900 Euro pro Ladepunkt. Allerdings ist zu beachten, dass sich die Gesamtkosten für Kauf und Installation der Ladestation auf 900 Euro oder mehr belaufen müssen, um gefördert werden zu können.

    Möchte sich ein Verbraucher eine Ladestation mit einem weiteren Ladepunkt anschaffen, um ein zweites Elektrofahrzeug gleichzeitig aufladen zu können, erhält er weitere 900 Euro Fördergeld. Auch beim zweiten Ladepunkt müssen die Anschaffungskosten mindestens 900 Euro betragen. Liegen sie hier darunter, wird der Zuschuss nur für den ersten Ladepunkt gewährt.

    Werden zum Beispiel zwei Ladepunkte beantragt und für den Antragsteller sind mindestens 1.800 Euro Gesamtkosten angefallen, erhält er auch die volle Fördersumme in Höhe von 1.800 Euro. Belaufen sich die Gesamtkosten auf zum Beispiel 1.100 oder 1.700 Euro, beträgt die Gesamtfördersumme trotzdem nur 900 Euro.

    Tipp: Der Anschluss einer Wallbox darf aus Sicherheitsgründen nur von einem Fachmann vorgenommen werden. In Eigenregie erbrachte Arbeitsleistungen werden nicht von der Förderung berücksichtigt.

    Wo kann man die Förderung von Ladesäulen beantragen?

    Die Förderung für eine Elektroauto-Ladestation durch den Bund läuft über ein Programm der KfW-Bankengruppe. Sie kann seit dem 24. November 2020 problemlos online im Zuschussportal der KfW-Förderbank beantragt werden.

    Bereits vor der Bestellung der Ladestation für das E-Auto muss der Antrag bei der KfW gestellt werden. Nachdem die Ladestation gekauft und installiert worden ist, reicht der Verbraucher dann die Rechnungen für die Wallbox und die Installation bei der KfW ein, um so die Fördersumme zu erhalten.

    Zusätzlich kann es nicht schaden, sich als Verbraucher auch zu eventuell vorhandenen regionalen Förderprogrammen schlauzumachen. Mitunter gewähren Kommunen oder Länder sogar einen höheren Zuschuss für eine Ladestation für das Elektroauto. Dabei ist zu beachten, dass nicht zwei Förderungen miteinander kombinierbar sind.

    Dagegen kann die Ladestation-Förderung für das Elektroauto unabhängig von einer Förderung für eine Photovoltaikanlage erfolgen.

    Förderung für öffentlich zugängliche Ladeinfrastruktur

    Seit April 2021 gibt es ein staatliches Förderprogramm für die öffentlich zugängliche Ladepunkte. Das Programm des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) mit einem Fördervolumen von 300 Millionen Euro richtet sich vor allem an kleine und mittelständische Unternehmen. Wichtigste Bedingung: Die Ladeinfrastruktur muss öffentlich zugänglich sein, zum Beispiel auf einem Kundenparkplatz. Ist der Zugang nicht rund um die Uhr gewährleistet, wird die Förderung entsprechend reduziert. 

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