Das EEG im Wandel

Das Gesetz für den Ausbau der erneuerbaren Energien (Erneuerbare Energien Gesetz, kurz: EEG) ist eine wichtige Säule der Energiewende. Seit 2000 regelt es die bevorzugte Einspeisung von Strom aus erneuerbaren Quellen in das Stromnetz und garantiert den Erzeugern eine feste Einspeisevergütung.

 

Ursprung des EEG

EEG: Bis für den Ausbau der Erneuerbare Energien
Erneuerbare Energien fördern | © pixabay
Vorläufer des EEGs war das Stromeinspeisungsgesetz (StromEinspG), das 1991 als erstes Ökostrom-Einspeisegesetz weltweit in Kraft trat. Das Gesetz verpflichtete Netzbetreiber erstmals, Strom aus erneuerbaren Quellen wie Wasser- und Windkraft, Sonnenenergie, Deponie- oder Klärgas abzunehmen und zu vergüten. In der Folge erlebte die regenerative Energieerzeugung einen ersten Boom; insbesondere die Windkraft profitierte von dem Gesetz.

Im Dezember 1997 wurden auf der UN-Klimakonferenz in Kyoto zum ersten Mal verbindliche Zielwerte zur Reduktion von Treibhausgasen festgelegt. Für Deutschland ergab sich daraus eine Senkung der Treibhausgasemissionen um 21 Prozent bis 2010. Das im April 2000 eingeführte Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) postuliert deshalb das Ziel, innerhalb von zehn Jahren eine Verdopplung des Anteils erneuerbarer Energien am Stromverbrauch in Deutschland zu erreichen. Erstmals wird auch der Vorrang des EE-Stroms gegenüber konventionell erzeugtem Strom gesetzlich festgeschrieben.

EEG – Stationen

Die erste Fassung des EEG aus dem Jahr 2000 war noch recht überschaubar und enthielt ganze 12 Paragraphen. In der Folgezeit fanden immer wieder Anpassungen statt, Neufassungen des EEG gibt es aus den Jahren 2004, 2009, 2012, 2014 und zuletzt 2017. Trotz vieler Änderungen: Das EEG ist das zentrale Steuerungsinstrument für den Ausbau der erneuerbaren Energien. Ziel ist neben Klima- und Umweltschutz die Entwicklung einer nachhaltigen Energieversorgung. Bis 2050 soll der Anteil der erneuerbaren Energien am Strommix auf mindestens 80 Prozent steigen.

Die Fassung des EEG von 2017 bedeutete hinsichtlich der Förderung einen Paradigmenwechsel: Die Höhe der Vergütung für Strom aus erneuerbaren Energien wird bei großen Anlagen nicht mehr wie bisher staatlich festgelegt, sondern durch Ausschreibungen ermittelt. Für private Betreiber hat diese Änderung jedoch so gut wie keine Auswirkung, sind davon doch erst Photovoltaikanlagen ab 750 kWp betroffen.

Seit der Einführung des EEG hat sich der Anteil an erneuerbaren Energien deutlich erhöht, von 6 Prozent im Jahre 2000 auf rund 50 Prozent im Jahr 2020. Der Fördersatz in Form der zugesicherten Einspeisevergütung ist über die Jahre jedoch gesunken, von anfangs 99 Pfenning pro kWh auf mittlerweile unter 10 Cent. Parallel dazu sind aber auch die Preise für Photovoltaikanlagen zurückgegangen, die Technik hat sich am Markt etabliert. Insofern hat das EEG seine wichtigste Aufgabe erfüllt: Die Erzeugung von Energie aus regenerativen Quellen zu fördern. Für die Akteure selbst bietet das EEG vor allem Investitionssicherheit.

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