Eine Photovoltaikanlage im Garten aufstellen

Eine Photovoltaikanlage für den Garten ermöglicht die Versorgung mit Strom – selbst dann, wenn keine Anbindung ans Stromnetz besteht. In Gärten mit Stromnetzanbindung lassen sich dank PV-Anlage Stromkosten reduzieren. Die PV-Anlage kann beispielsweise auf einem Gartenhausdach montiert oder auf einer Rasenfläche aufgestellt werden.
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    Photovoltaikanlage im Garten aufstellen und Solarstrom gewinnen

    Meist wird ein Garten vor allem in den Zeiten genutzt, zu denen besonders viel Solarstrom gewonnen werden kann: in den Frühlings- und Sommermonaten sowie an sonnigen Tagen. Das ist einer der Gründe dafür, dass sich immer mehr Gartenbesitzer dafür entscheiden, eine Photovoltaikanlage im Garten aufzustellen. Je nach Größe der Anlage lassen sich mit Solarstrom einzelne Leuchtelemente oder Teichpumpen, aber auch größere elektrische Geräte betreiben.

    Die Vorteile von Solaranlagen für den Garten sowie wichtige Informationen zur Planung und Auswahl einer passenden Photovoltaikanlage stellen wir in diesem Artikel dar.

    Diese Vorteile haben Solaranlagen für den Garten

    Die Solaranlagen, die für Gärten infrage kommen, unterteilen sich zum einen in Photovoltaikanlagen – diese erzeugen Solarstrom – und zum anderen in Solarthermieanlagen, die zur Wärmeerzeugung eingesetzt werden.

    Wenn ein Garten nicht mit dem öffentlichen Stromnetz verbunden ist oder nicht mit warmem Wasser versorgt wird, bietet eine Solaranlage die Möglichkeit, Strom oder Warmwasser zu nutzen. Insbesondere kleine Solaranlagen für Schrebergärten sind sehr einfach zu montieren und in Betrieb zu nehmen.

    Aufgrund der langen Lebensdauer von Solaranlagen lässt sich mitunter über Jahrzehnte hinweg günstiger Solarstrom für den Garten gewinnen bzw. Trink- oder auch Poolwasser erwärmen – oder sogar eine Heizung im Gartenhaus zu betreiben.

    Sowohl Solarthermie- als auch Photovoltaikanlagen lassen sich im Garten besonders wirkungsvoll einsetzen, da ein Garten typischerweise während der Zeiten des größten Solarstromertrags genutzt wird. In Gärten aufgestellte Solaranlagen werden in der Regel ausschließlich für den Eigenverbrauch genutzt.

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    Warum es so sinnvoll ist, im Garten Solarstrom zu nutzen

    Nicht nur in Wohnhäusern, auch in den meisten Gärten sollen elektrische Geräte betrieben werden. Wer eine Photovoltaikanlage im Garten aufstellt, verfügt über eine Stromquelle mit 230 V, die für haushaltstypische Elektrogeräte geeignet ist. Dazu zählen unter anderem:

    ●        Küchengeräte wie Kaffeemaschine, Wasserkocher etc.

    ●        große Elektrogeräte wie Kühlschrank, Fernseher oder Rasenmäher

    ●        Beleuchtung (zum Beispiel Lichterketten)

    ●        Ladestationen für Akkus, etwa für elektrische Gartengeräte oder E-Bikes

    ●        dauerhaft betriebene Geräte wie etwa Teichpumpen

    Photovoltaikanlagen für den Garten sind in aller Regel als Inselsolaranlagen konzipiert. Das bedeutet, dass sie komplett unabhängig vom Stromnetz arbeiten.

    Photovoltaikanlagen müssen nicht oft gereinigt werden, sind außerdem wartungsarm und sie arbeiten zuverlässig über lange Zeiträume – also beispielsweise auch dann, wenn der Garten während der Wintermonate nicht genutzt wird. Während dieser Zeiten kann deshalb mithilfe des im Garten erzeugten Solarstroms auch eine Alarmanlage betrieben werden – da naturgemäß viele Einbrüche nachts erfolgen, ist dabei ein Stromspeicher dringend anzuraten, der den tagsüber gewonnenen Solarstrom nachts an die Alarmanlage abgibt.

    Wie werden Photovoltaikanlagen im Garten aufgestellt?

    Es gibt unterschiedliche Möglichkeiten, Photovoltaikanlagen im Garten aufzustellen. Typischerweise werden die Solarmodule fest installiert, etwa als Photovoltaikanlage auf einem Gartenhaus oder auf einem Geräteschuppen. Auch das Dach eines Carports im Garten kommt für die Montage infrage.

    Es besteht aber auch die Möglichkeit, Solarmodule an einer Fassade zu befestigen, etwa an der Wand eines Gartenhauses.

    Außerdem kann eine Photovoltaikanlage im Garten freistehend aufgestellt werden. Dazu werden spezielle Aufständerungen auf einer Terrasse oder auf einer Rasenfläche platziert, auf denen die Solarmodule dann montiert werden. Freistehende Solarmodule haben den Vorteil, dass sie optimal ausgerichtet werden können, sodass die Anlage am konkreten Standort den größtmöglichen Ertrag erbringt.

    Dabei ist allerdings zu bedenken, dass auf dem Boden platzierte Solarmodule eher Verschattungen ausgesetzt sind, als es bei Solarpanels auf einem Dach der Fall ist. Zudem vermindern die Solarmodule die Fläche, die gärtnerisch genutzt werden kann. Allerdings bieten sie auch die Möglichkeit, Pflanzen anzubauen, die direkte Sonneneinstrahlung nicht so gut vertragen.

    Schließlich gibt es auch tragbare Photovoltaikanlagen für den Garten. Ist der Bedarf an Solarstrom im Garten recht gering, sind solche mobilen PV-Anlagen eine denkbare Variante. Die Solarmodule werden in diesem Fall zum Beispiel an einer Wand aufgehängt oder auf dem Boden in der Sonne ausgerollt.

    Wie groß sollte eine Photovoltaikanlage für den Garten sein?

    Grundsätzlich sollte eine Photovoltaikanlage für den Garten immer so dimensioniert sein, dass sie möglichst bedarfsdeckend arbeitet. Dann ist die Effizienz am größten.

    Sollen nur hin und wieder ein Radio, kleine Beleuchtungselemente oder eine kleine Teichpumpe betrieben werden oder sollen während längerer Abwesenheitszeiten Akkus für Gartengeräte geladen werden, dann lässt sich der entsprechende Strombedarf mit einer kleinen Garten-Photovoltaikanlage decken, die deutlich weniger als 1.000 W Leistung bringt.

    Sollen hingegen leistungsstarke Elektrogeräte wie ein Kühlschrank oder gar ein Rasenmäher betrieben werden, muss die Anlage größer ausfallen. Das gilt insbesondere dann, wenn der Strombedarf nicht – wie im Fall von zu ladenden Akkus – über längere Zeit schrittweise gedeckt werden kann, sondern viel Strom in einer relativ kurzen Zeit benötigt wird.

    Zur Ermittlung der Anlagengröße bzw. -leistung ist der Strombedarf aller Geräte, die betrieben werden sollen, zu addieren und dann großzügig aufzurunden, damit der Bedarf auch an bewölkten Tagen gedeckt werden kann. Es empfiehlt sich auf der anderen Seite, bei den Verbrauchern auf stromsparende Geräte zu setzen, etwa kleine Kühlgeräte auf 12-V-Basis, wie sie im Campingbedarf erhältlich sind. In diesem Fall wird allerdings noch ein Transformator benötigt.

    Wichtig: Sollen sehr leistungsstarke Geräte betrieben werden, lohnt sich ein kritischer Blick auf den Wechselrichter einer PV-Anlage. Auch diese Komponente muss für die gewünschte Gesamtleistung geeignet sein.

    Nicht zuletzt wird die Größe der Photovoltaikanlage in einem Garten auch durch die zur Verfügung stehende Fläche begrenzt. Die Dächer von Gartenlauben und Schuppen bieten häufig nicht viel Platz. Eine Solaranlage auf dem Dach lässt sich aber durch freistehende Panels auf der Rasenfläche ergänzen.

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    Wichtige Hinweise für das Aufstellen einer Photovoltaikanlage im Garten

    Der Ertrag einer Photovoltaikanlage hängt von der Sonneneinstrahlung am Standort ab. Grundsätzlich fällt der Ertrag bei Anlagen in Süddeutschland etwas höher aus als bei Anlagen in Norddeutschland. Auch die Ausrichtung einer Photovoltaikanlage wirkt sich auf ihren Ertrag aus. Wer eine Photovoltaikanlage im Garten aufstellt, sollte Platzierung und Ausrichtung so wählen, dass die Sonnenstrahlen möglichst lange am Tag annähernd senkrecht auf die Solarmodule treffen.

    Gerade bei Solaranlagen im Garten können Bäumen und Sträucher für Verschattungen sorgen. Bei der Planung ist daher zu berücksichtigen, dass die Solarmodule nicht unter Bäumen platziert werden. Bei fest installierten Anlagen auch nicht unter noch jungen Bäumen, die in den folgenden Jahren heranwachsen werden.

    Während der Sommermonate ist der Ertrag einer Garten-PV-Anlage höher als im Winter. Abends und nachts wird ebenfalls wenig oder gar kein Solarstrom produziert. Hier kann sich ein Stromspeicher als Ergänzung zur PV-Anlage lohnen. Er speichert überschüssigen Solarstrom, der zeitversetzt abgegeben und genutzt werden kann. Allerdings lohnt sich in den seltensten Fällen ein Heimspeicher. Betreiber von Garten-Photovoltaikanlagen setzen daher meist auf einfache Autobatterien.

    Wichtig: Beschränkungen und Anmeldung beachten

    Eine Photovoltaikanlage für den Garten fällt in der Regel so klein aus, dass keine Baugenehmigung dafür benötigt wird.

    Völlig unabhängig davon besteht aber die Pflicht, die Anlage genau wie ein Balkonkraftwerk anzumelden, falls sie Strom ins Netz einspeist. Die Anmeldung muss über das Marktstammdatenregister vorgenommen werden und innerhalb eines Monats nach Inbetriebnahme erfolgen. In manchen Gemeinden muss eine Garten-Photovoltaikanlage außerdem im Flächennutzungsplan dargestellt werden. Weitere Informationen dazu erteilt die jeweilige Gemeinde.

    Zu guter Letzt ist zu beachten, dass manche Gartenkolonien den Gebrauch von Photovoltaikanlagen beschränken, etwa aus gartenbaulich-ästhetischen Erwägungen. Es empfiehlt sich also, beim Vorstand der jeweiligen Kolonie anzufragen, bevor eine Photovoltaikanlage im Garten aufgestellt wird.