Infos zum Stromverbrauch von Elektroautos

Sie haben vor, sich ein Elektroauto anzuschaffen? Und nun möchte Sie wissen, ob sich ein Kauf nicht nur für die Umwelt, sondern auch in finanzieller Hinsicht lohnt? Auf solarenergie.de wird der Stromverbrauch von Elektroautos unter die Lupe genommen und gezeigt, wie man beim Laden eines E-Autos Geld sparen kann.
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    Wie hoch ist der Stromverbrauch eines Elektroautos?

    Ein wichtiger Hinweis gleich vorweg: Wie viel Strom ein konkretes Elektroauto benötigt, lässt sich nicht pauschal über alle Modelle hinweg sagen. Der ADAC hat im August 2020 zwanzig E-Automodelle verschiedener Hersteller einem Test unterzogen. Demnach liegt der Verbrauch der einzelnen Fahrzeuge zwischen 16,3 und 28,1 kWh auf 100 km. Bei einigen E-Autos lag der Verbrauch somit höher als vom Hersteller angegeben.

    Analog zum Kraftstoffverbrauch von Autos mit Verbrennungsmotor lässt sich auch für E-Autos sagen, dass der Verbrauch mit zunehmendem Fahrzeuggewicht steigt. Zudem wirken sich auf den Strombedarf eines Elektroautos auch sogenannte Ladeverluste aus. Je mehr elektrische Energie beim Laden eines Elektroautos gar nicht erst im Akku ankommt, umso höher ist natürlich auch der Gesamtstromverbrauch des Fahrzeugs. Im ADAC-Test wiesen fast alle E-Autos einen Ladeverlust von über 10 % auf.

    Faktoren, die den Elektroauto-Strombedarf beeinflussen

    Es kommt unter anderem auf das individuelle Fahrverhalten an, wie hoch der E-Auto-Stromverbrauch ist. Es gilt die Formel „Wer schneller fährt, verbraucht auch mehr“. Daneben wirken sich Beladung und Zahl der Personen im Fahrzeug, also das beförderte Gewicht, auf den Verbrauch des Elektromotors aus. Werden im Sommer zudem die Klimaanlage bzw. im Winter die Heizung zugeschaltet, verbraucht das ebenfalls zusätzlichen Strom. Bleiben zum Beispiel Navi und Autoradio ausgeschaltet, kann der Fahrer eines E-Autos hingegen Strom sparen.

    Kosten des Stroms für ein E-Auto

    Ob Elektrofahrzeuge niedrigere Verbrauchskosten als zum Beispiel Benziner mit sich bringen, hängt unter anderem vom jeweils aktuellen Strom- sowie dem Benzin- und Dieselpreis ab. In einem Kostenvergleich zwischen Elektro-, Benzin- und Dieselfahrzeugen stellt der ADAC fest, dass viele E-Autos bereits etwas günstiger in der Endabrechnung sind als ihre Verbrenner-Pendants (Stand: 2020).

    Das liegt laut ADAC unter anderem daran, dass die Wartungs- und Betriebskosten im Vergleich zu denen von Benzin- und Dieselfahrzeugen geringer sind. Diese Rechnung gehe allerdings nur deshalb auf, weil Elektromobilität durch Kaufprämien subventioniert wird.

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    Beispielrechnung zum Kostenvergleich zwischen E-Auto und Verbrenner

    Ein Elektrofahrzeug mit einem Stromverbrauch von 25 kWh auf 100 km benötigt bei einer jährlichen Fahrleistung von 15.000 km insgesamt 3.750 kWh Strom pro Jahr.

    Bei zugrunde gelegten Stromkosten von 30,00 Cent je kWh für Netzstrom und 10,00 Cent je kWh für selbst erzeugten Solarstrom ergeben sich jährliche Verbrauchskosten zwischen 600,00 und 975,00 Euro, je nachdem, zu welchen Anteilen sich die Energie zum Aufladen des E-Autos zusammensetzt.

    Anteil Netzstrom in %Anteil PV-Strom in %Kosten
    3070600 Euro
    4060675 Euro
    5050750 Euro
    6040825 Euro
    7030900 Euro
    8020975 Euro

     

    Für Autos mit Verbrennungsmotoren lag der durchschnittliche Kraftstoffverbrauch pro 100 km in den Jahren 2019 und 2018 bei 7,0 Liter Diesel bzw. 7,8 Liter Benzin.

    Unter Berücksichtigung eines Preises von im Schnitt 1,126 Euro pro Liter Diesel und 1,295 Euro pro Liter Superbenzin im Jahr 2020 ergeben sich die folgenden Jahresverbrauchskosten für eine Fahrleistung von 15.000 km:

    • Diesel: 1.182,30 Euro
    • Benzin: 1.515,15 Euro

    Die jährlichen Einsparungen bei Nutzung eines E-Autos anstelle eines Verbrenners sind also signifikant. Sie fallen umso höher aus, je größer der Anteil des besonders preiswerten Solarstroms aus einer eigenen Solaranlage ist.

    Hinzu kommen noch steuerliche Vergünstigungen für die Nutzer von Elektroautos, während die Nutzung von Verbrennern aufgrund der am 01. Januar 2021 in Kraft getretenen CO2-Steuer auf Kraftstoffe noch teurer geworden ist.

    Strom fürs Elektroauto über Solaranlage gewinnen

    E-Auto-Fahrer, die eine eigene Photovoltaikanlage auf dem Dach oder einen Solar-Carport besitzen, können ihr Fahrzeug mit selbst erzeugtem Solarstrom laden. Das ist nicht nur umweltfreundlich, sondern auch völlig kostenlos, sobald sich die Anschaffungskosten der Solaranlage erst einmal amortisiert haben.

    Der zusätzliche Kauf einer Wallbox zum Laden des Elektroautos beschleunigt den Ladevorgang und macht das Aufladen sicherer, als es beim Laden an der Haushaltsteckdose der Fall ist. Die Anschaffung einer Wallbox kann dank der staatlichen Förderung von privaten Ladesäulen von bis zu 900 Euro besonders attraktiv sein. Insgesamt wendet die Bundesregierung dafür 200 Millionen Euro auf.