Photovoltaik per Dachmiete: Solarstrom von fremdem Dach

Solarstrom dank eines fremden Dachs erzeugen: Erfahren Sie auf solarenergie.de, was sich hinter dem Prinzip der Dachmiete zur Photovoltaik-Nutzung verbirgt, für wen sich die Dachflächenmiete lohnt und wie Sie geeignete Dächer überhaupt finden können.
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    Wer über kein geeignetes Dach für die Installation einer Photovoltaikanlage verfügt und dennoch von Solarstrom profitieren möchte, kann eine entsprechende Dachfläche auch einfach mieten. Wenn sich diese weiter vom eigenen Zuhause entfernt befindet, entfällt lediglich der Aspekt der Eigenversorgung, die Einspeisevergütung ist indes auch hier gegeben. Ist das Anmieten einer Dachfläche trotzdem lohnenswert? Und wie geht man dafür überhaupt vor?

    Wie funktioniert das Mieten einer Dachfläche zur Photovoltaik-Nutzung?

    Ob aufgrund der Statik oder der Ausrichtung – das eigene Hausdach ist (falls es überhaupt eines gibt) mitunter aus unterschiedlichen Gründen für die Installation einer Solaranlage nicht oder nur bedingt geeignet. In dem Fall können Interessenten eine Dachfläche mieten und sich auf diese Weise den Wunsch nach einer eigenen Anlage erfüllen.

    Natürlich braucht es dafür noch eine zweite Partei: Besitzer von geeigneten Gebäuden, die ihr Dach für eine Solaranlage vermieten. Finden beide Parteien zusammen, handeln sie einen Pacht- bzw. Mietvertrag aus und die Installation der Solaranlage kann beginnen.

    Für wen lohnt sich die Dachmiete einer Photovoltaikanlage?

    Das Konzept der Dachmiete bietet sowohl Vermietern als auch Mietern einige Vorteile. Vermieter von Dachflächen für Photovoltaikanlagen profitieren von der Rendite, müssen dafür aber selbst keine Investition tätigen. Mieter erhalten für den von ihnen ins öffentliche Stromnetz eingespeisten Solarstrom festgesetzte Vergütungen. Da diese jedoch derzeit relativ gering sind, ergibt sich das lukrativste Geschäft für beide Seiten, wenn der Dachflächenvermieter den Solarstrom des Anlagenbetreibers direkt für den eigenen Haushalt kauft.

    Wie den Solarstrom aus der Dachmiete nutzen?

    Wer sich für das Konzept interessiert, der kann abgesehen von der Einspeisung des selbst produzierten Stroms ins öffentliche Stromnetz möglicherweise auch den Dachbesitzer selbst damit versorgen. In Hinblick auf die Einspeisung lässt sich sagen, dass die Profitabilität einer Solaranlage per Dachmiete umso größer ausfällt, je größer die PV-Anlage ist: Denn je mehr Strom man einspeist bzw. verkaufen kann, desto höher ist die Eigenkapitalrendite.

    Übliche Kosten der Dachmiete für eine Photovoltaikanlage

    Der Preis für das Mieten eines Daches zur Errichtung einer Photovoltaikanlage hängt allein von den beiden Verhandlungspartnern ab. Bei besonders guten Standortbedingungen werden Vermieter in der Regel entsprechend mehr Miete verlangen. Abgesehen von den Mietzahlungen muss der Betreiber weitere laufende Betriebskosten einkalkulieren, etwa für eine regelmäßige Wartung und Säuberung der Solarmodule.

    Diese Betriebskosten fallen allerdings auch dann an, wenn man auf dem eigenen Dach eine Photovoltaikanlage installiert. Viele Pachtverträge werden mit einer Laufzeit von bis zu 25 Jahren abgeschlossen, weil Anlagenbetreiber die Gewissheit haben möchten, dass sich ihre Investition in eine PV-Anlage auch wirklich lohnt.

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    Es ist empfehlenswert, die Solaranlage auf dem Mietdach auch ins Grundbuch eintragen zu lassen. Dies stellt sicher, dass beispielsweise auch nach einem Hausverkauf die Berechtigung zum Betrieb der Anlage erhalten bleibt. 

    Ein Dach mieten für die Solaranlage: Checkliste für die Planung

    Wer sich für die Miete einer Dachfläche entscheidet, um darauf eine Photovoltaikanlage zu installieren, und sich nun nach einem geeigneten Objekt umsieht, sollte folgende Aspekte berücksichtigen, u. a.:

    • Wie ist die grundsätzliche Statik des Gebäudes zu bewerten?
    • Ermöglicht die Ausrichtung des Daches einen ausreichenden Stromertrag?
    • Entspricht die Dachneigung den empfohlenen Anforderungen?
    • Sind keine Verschattungen vorhanden, die den Ertrag minimieren könnten?
    • Müssen im Vorfeld noch Baugenehmigungen erteilt werden?

    Welche Art von Solarmodulen kommt bei den Gegebenheiten vor Ort am ehesten infrage?

    Am Dachmiete-Modell Interessierte können in verschiedenen Online-Dachbörsen fündig werden. Diese helfen bei der Vermittlung von passenden Dachflächen und prüfen im Optimalfall auch, ob sich das Dach überhaupt für die Installation einer PV-Anlage eignet. Vorgefertigte Pachtvertragsentwürfe regeln die Details der Geschäftsbeziehung zwischen Dachvermieter und -mieter.

    Dachmiete für Photovoltaik-Nutzung: eine gute Investition

    Das Anmieten einer Dachfläche für eine Photovoltaikanlage ist eine Alternative für alle, die sich, obwohl sie keine eigene Fläche dafür besitzen, trotzdem eine Solaranlage zulegen möchten. Wer zwar selbst über eine geeignete Dachfläche verfügt, aber nicht in eine eigene Solaranlage investieren möchte, kann auch eine Solaranlage mieten.