Elektroauto: Preise und Unterhaltskosten

Wer mit dem Gedanken spielt, sich ein E-Auto zu kaufen, der sollte nicht nur den Kaufpreis berücksichtigen, sondern auch die laufenden Ausgaben in die Rechnung einbeziehen. Zwar sind Elektroautos in der Anschaffung noch vergleichsweise teuer, dafür punkten sie aber mit geringen Unterhaltskosten. Ein Überblick über die Kostenpositionen.
Inhaltsverzeichnis
    Elektroauto Kosten
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    Preise für Elektroautos

    Auf Deutschlands Straßen fahren immer mehr Elektroautos: Bis April 2022 wurden ca. 678.000 rein elektrische Fahrzeuge und etwa 623.000 Plugin-Hybride zugelassen. Das liegt zum einen am gestiegenen Umweltbewusstsein der Bundesbürger und zum anderen an den attraktiven staatlichen Förderungen, die das E-Auto konkurrenzfähiger machen. Zwar sind E-Autos in der Anschaffung meist trotzdem noch teurer als vergleichbare Verbrenner, über die Zeit gesehen spielen sie jedoch ihre finanzielle Vorteile aus. 

    Was kostet ein E-Auto? 

    Es gibt rund 70 Modellreihen reiner Elektroautos auf dem deutschen Markt. Das Angebotsspektrum reicht vom günstigen Kleinwagen bis hin zum teuren Luxusmodell. Die Preise beginnen bei knapp über 20.000 Euro und sind nach oben hin offen. Die meisten Modelle kosten zwischen 30.000 und 40.000 Euro.

    Die Kosten für ein Elektroauto lassen sich jedoch durch Prämien von Staat und Herstellern senken. Zusätzlich zum Umweltbonus gibt es seit 2020 eine Innovationsprämie für den Kauf eines Neuwagens oder eines jungen Gebrauchten. E-Autos werden mit bis zu 9.000 Euro gefördert. Der Umweltbonus lässt sich mit anderen Förderprogrammen kombinieren, etwa mit dem KfW-Klimazuschuss (293), den Mittelständler für ihre Firmenflotte beantragen können.

    Kosten für das Laden des Elektroautos

    Wie hoch die Stromkosten für ein Elektroauto ausfallen, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Zum einen spielt natürlich der Verbrauch eine Rolle. Hersteller geben den durchschnittlichen Stromverbrauch eines E-Autos für gewöhnlich in Kilowattstunden (kWh) pro 100 km an. Je nach Modell liegt der zwischen 15 und 30 kWh pro 100 km.

    Strombedarf der Elektromobilität

    Zum anderen ist es entscheidend, wo und wie das E-Auto aufgeladen wird:

    • Ladesäulen an Supermärkten, Restaurants und Hotels: Bei immer mehr Supermärkten, Restaurants und Hotels können Kunden während des Parkens ihr E-Auto kostenlos aufladen.
    • herkömmlicher Haushaltsstrom: Sämtliche Elektroautos, die auf dem Markt angeboten werden, lassen sich auch mit speziellen Ladekabeln über die normale Haushaltssteckdose laden. Abgerechnet wird nach dem üblichen Stromtarif. Der Ladevorgang dauert einen halben bis einen ganzen Tag. Schneller geht es mit einer Wallbox, die über einen eigenen Starkstromanschluss betrieben wird.
    • Ökostrom: Wer ein E-Auto besitzt, möchte in der Regel CO₂ einsparen. Die Menge lässt sich erhöhen, wenn Ökostrom  zum Laden genutzt wird. Die Preise für Ökostrom sind nicht mehr unbedingt höher als die für konventionell erzeugten Strom. Teilweise liegen sie sogar deutlich unter den Stromkosten der Grundversorgung.
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    • Autostrom: Einige Stromanbieter stellen ihren Kunden besonders günstige Stromtarife zur Verfügung, mit denen sie ihr Elektroauto zuhause laden können. Die Kosten dafür setzen sich aus einer monatlichen Grundgebühr und dem Arbeitspreis zusammen. Die Abrechnung erfolgt entweder über den Haushaltsstromzähler oder über einen separaten Stromzähler.
    • Strom aus der eigenen Photovoltaikanlage: Solarstrom aus der eigenen Photovoltaikanlage ist die günstigste Art, sein Elektroauto aufzuladen. Mehr zum Thema finden Sie im Artikel „Elektroauto per Solaranlage laden“.
    • öffentliche Ladesäule: Fahrer, die ihr Elektroauto unterwegs laden möchten, müssen dafür häufig noch tief in die Tasche greifen. Die Preise hängen stark vom Anbieter ab, sie liegen aber meist deutlich höher als die Kosten für Haushaltsstrom. Vor allem an Schnellladesäulen (DC) ist das Aufladen des E-Autos teuer. Abgerechnet wird der Ladevorgang meist nach Kilowattstunden, manchmal auch nach Zeit. Zu den eigentlichen Ladekosten kommt bei einigen Anbietern noch eine Grundgebühr. Für Vielfahrer gibt es auch spezielle Volumentarife und Flatrates. 
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    E-Auto laden: Kosten pro 100 km im Überblick

     PreisKosten auf 100 km bei einem Verbrauch von 20 kWh
    Strom aus der Photovoltaikanlage5,81–11,01 Cent/kWh (Stromgestehungskosten)1,16–2,20 Euro
    Haushaltsstromdurchschnittlich 36,19 Cent/kWh7,24 Euro
    günstigster Ökostromtarif35,20 Cent/kWh7,04 Euro
    Autostrom

    Grundpreis: 6,50–13 Euro

    Arbeitspreis 25–35 Cent/kWh

    5–7 Euro
    öffentliche Ladesäule

    Normalladesäulen (AC): 35–48 Cent/kWh

    Schnellladesäulen (DC): 35–79 Cent/kWh

    7–9,60 Euro (AC)

    7–15,80 Euro (DC)

    Stand: März 2022

    Reparatur- und Wartungskosten bei einem Elektroauto

    Bei herkömmlichen Verbrennern machen Wartung und Verschleiß einen großen Teil der laufenden Kosten aus. E-Autos besitzen dagegen keine reparaturanfälligen Teile wie Kupplung, Auspuff und Getriebe, die Bremsen verschleißen weniger und sie haben zudem keinen Öl- und Zahnriemenwechsel nötig. Die Wartungs- und Reparaturkosten fallen deshalb im Vergleich zu Verbrennern rund ein Drittel niedriger aus. Zudem ist der Wertverlust bei E-Autos geringer.

    Steuern und Versicherung

    Wer sich ein Elektroauto kauft, ist derzeit 10 Jahre von der KfZ-Steuer befreit. Die Steuerbefreiung gilt auch bei einem Wechsel des Fahrzeughalters. Danach fallen nur 50 % des eigentlichen Steuersatzes an. 

    Die Versicherungsbeiträge richten sich nach der Schadenfreiheitsklasse, dem Fahrzeugtyp und -alter, Beruf und Alter des Fahrers, der Fahrleistung pro Jahr sowie der Art des Stellplatzes. Die Kosten sind vergleichbar mit denen für Verbrenner. Wenn bessere Statistiken über die Nutzung von Elektroautos vorliegen, kann es aber gut sein, dass die Preise in den nächsten Jahren sinken.

    Kostenrechner für Elektroautos nutzen

    Wie viel ein Elektroauto im Alltag tatsächlich kostet und welche Ersparnisse über die Jahre hinweg zu erwarten sind, kann man sich komfortabel ausrechnen lassen: Im Internet gibt es dafür verschiedene Kostenrechner. Einfach das Wunschmodell auswählen und die jährliche Fahrleistung eingeben und schon erhalten Nutzer einen Überblick über die anfallenden Kosten.