Stromspeicher-Förderung: Programme, Zuschüsse, Konditionen

Stromspeicher sind eine wichtige Komponente der Energiewende. Dezentrale Speicher stabilisieren das Netz und sorgen dafür, dass der Strom aus Erneuerbaren Energien direkt vom Erzeuger vor Ort verbraucht werden kann. Mit Förderungen durch Bund und Länder werden die Investitionen erleichtert.
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    Förderung von Stromspeichern

    Der Fokus der Photovoltaik-Förderung in Deutschland hat sich immer stärker hin zur "netzdienlichen Integration" von Photovoltaikanlagen in das öffentliche Stromnetz verschoben. Während ursprünglich gezielt die Einspeisung von Solarstrom ins öffentliche Netz durch eine hohe Einspeisevergütung gefördert wurde, besteht heute das Interesse an einer kontrollierten Einspeisung von Solarstrom und der Stabilisierung der Netze durch die dezentralen Speicher. Verschiedene Förderprogramme sollen die Geräte deshalb für private und gewerbliche Anwender erschwinglicher machen.

    Zwischen 2017 und 2020 hat sich laut Bundesverband Energiespeicher (BVES) die installierte Leistung von Batteriespeichern im privaten Bereich verdreifacht. Jede zweite neue PV-Anlage wird mittlerweile mit einem Stromspeicher installiert. Immer mehr Verbraucher betrachten Stromspeicher als eine sinnvolle Investition in die Zukunft, denn mit ihnen lässt sich der Eigenverbrauch an Solarstrom erhöhen und der Zukauf von teurerem Netzstrom reduzieren.

    Die Preise für Stromspeicher sind in den vergangenen Jahren deutlich gefallen und die Heimspeicher haben sich als Massenprodukt etabliert. Dennoch müssen Interessenten noch mit Kosten von ca. 1.000 Euro pro kWh Speicherkapazität rechnen. Für das Jahr 2019 bezifferte der Bundesverband Energiespeicher (BVES) die Größe eines durchschnittlichen Heimspeichers mit 3,75 kWh, was einer Investition von knapp 4.000 Euro entspricht.

    Auch wenn sich die verschiedenen Programme zur Speicherförderung teilweise deutlich unterscheiden, gibt es einige grundlegende Prinzipien, die sich in allen Förderformen finden.

    Die Beantragung von Fördermitteln für Batteriespeicher sollte stets vor der Installation des Speichers erfolgen. Bereits installierte Geräte werden nicht mehr gefördert.

    Förderfähig sind im Allgemeinen nur Stromspeicher in Verbindung mit netzgebundenen Photovoltaikanlagen (Angebot für Photovoltaikanlage von SOLARWATT einholen). Für Inselanlagen werden keine Mittel ausgereicht.

    • Die Kombination von Programmen zur Speicherförderung mit anderen Förderprogrammen ist nur beschränkt möglich.
    • Die Förderung erfolgt als Darlehen oder Zuschuss. Darlehen müssen zurückgezahlt werden, Zuschüsse nicht.
    • Wird die Förderung als Zuschuss gewährt, sind die Fördermittel meist schnell ausgeschöpft. Hier gilt das Prinzip: Wer zuerst beantragt, erhält den Zuschlag. Schnelles Handeln ist also gefragt. 
    • Die Konditionen von Darlehen sind meist deutlich attraktiver als die von üblichen Bankkrediten, trotzdem empfiehlt sich ein Vergleich unterschiedlicher Angebote.
    • Alle Förderprogramme sind mit Rahmenbedingungen verbunden. Manche erlauben nur die Nachrüstung einer PV-Anlage mit einem Speicher, andere fördern ausschließlich die gemeinsame Installation. Daneben sind weitere Parameter, wie eine Mindestgröße des Speichers, das Verhältnis zwischen Leistung der Photovoltaikanlage und Speicherkapazität oder eine Maximalförderung festgelegt. Häufig wird auch die maximal zulässige Einspeisequote definiert (z.B. 50 statt 70 %). Bei der Antragstellung sind diese Nebenbedingungen zu beachten. 

    Bundesweite Förderung von Stromspeichern

    Bereits im Jahr 2013 führte die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) im Auftrag des Bundeswirtschaftsministeriums (BMWI) die Förderung von stationären Batteriespeichersystemen in Verbindung mit Photovoltaikanlagen ein. Ziel des Förderprogramms "Erneuerbare Energien - Speicher (275)" war es, mittels zinsgünstigen Krediten und Tilgungszuschüsse die Markt- und Technologieentwicklung von Batteriespeichersystemen anzuregen. Die geförderten Speicher sollten einen Beitrag zur besseren Integration von kleinen bis mittelgroßen Photovoltaik-Anlagen in den Strommarkt leisten. Leider wurde das Programm zum Jahresende 2018 eingestellt.

    Seitdem ist die KfW-Förderung von Stromspeichern nur noch aus dem Programm 270, dem Standard-Programm für Erneuerbare Energien, möglich. Die Förderung umfasst „Errichtung, Erweiterung und Erwerb von Anlagen zur Nutzung erneuerbarer Energien einschließlich der zugehörigen Kosten für Planung, Projektierung und Installation.“ Batteriespeicher werden ausdrücklich als förderfähig genannt, wenn sie den Anforderungen des EEG genügen. Im Merkblatt der KfW heißt es dazu: „Investitionen der Betreiber von Erneuerbare-Energien-Anlagen in objektnahe Nieder- und Mittelspannungsnetze, die den Transportnetzen vorgelagert sind, sowie Batteriespeicher für Erneuerbare-Energien-Anlagen können mitfinanziert werden (auch als singuläre Maßnahme oder Nachrüstung).“

    Eine bundesweit wählbare Alternative zur Speicherförderung über das KfW-Programm 270 ist das Programm 153: „Effizientes Bauen“. Damit lassen sich auch Stromspeichersysteme zur Erfüllung KfW 40 plus-Standards finanzieren. Die KfW gewährt im Rahmen der Förderung einen Kredit mit Tilgungszuschuss (25 % der Darlehenssumme, maximal 120.000 € pro Wohneinheit).

    Länderspezifische Förderungen für Batteriespeicher

    Programme zur Speicherförderung werden aktuell von einer Reihe an Bundesländern angeboten. Da die Förderung meist in Form von Zuschüssen gewährt wird, kann es passieren, dass die Programme schnell auslaufen. In der Vergangenheit wurden manche Förderungen schon wenigen Monate nach Start eingestellt, weil die Fördermitteltöpfe leer waren. Erfahrungsgemäß lohnt es sich jedoch, die Programme im Blick zu behalten, da insbesondere zum Jahresanfang neue Mittel in den Haushalt eingestellt werden.

    Stromspeicher in Keller - Förderung nutzen

    Speicherförderung des Freistaates Sachsen

    Durch die Sächsischen Aufbaubank (SAB) werden neben Modellvorhaben vor allem „Investitionen für Anlagen zur Speicherung von elektrischer Energie (Stromspeicher, einschließlich Quartierspeicher und Nachrüstsätze), die auf Lithium-Ionen-Technologien basieren (konventionelle Stromspeicher) auch in Verbindung mit Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge (Ladestation)“ gefördert.

    Förderfähig sind die Nettoausgaben für Kauf und Installation von Stromspeicher und Ladestation inklusive Transport- und Montageleistungen und der Kosten für einen Wechselrichter.

    Förderhöhe

    Der Zuschuss besteht aus einem Sockelbetrag von 1.000 Euro, der allerdings nicht bei Nachrüstungen gewährt wird. Daneben wird jede Kilowattstunde Nutzkapazität mit einem Leistungsbetrag von 200 Euro bezuschusst. Der Höchstbetrag der Förderung beläuft sich auf 40.000 €.

    Bedingungen

    Die Stromspeicher müssen über eine Nutzkapazität von mindestens 2,0 kWh verfügen und dauerhaft mit der PV-Anlage und dem öffentlichen Netz verbunden sein. Von der mittels Photovoltaikanlage erzeugten Menge an Solarstrom darf maximal die Hälfte ins Netz eingespeist werden.

    Einschränkungen

    Fördermittel aus anderen, gleichartigen Programmen dürfen nicht eingesetzt werden. Innerhalb der vorangegangenen 12 Monate darf der Antragsteller keine anderen durch den Freistaat geförderten Stromspeicher am gleichen Ort in Betrieb genommen haben.

    Aktueller Stand

    Derzeit können keine Anträge gestellt werden. Vorbehaltlich zur Verfügung stehender Haushaltsmittel wird die Förderung im II. Quartal 2021 mit überarbeiteten Förderbedingungen fortgesetzt.

    Speicherförderung Niedersachsen

    Das Land Niedersachsen gewährt Zuwendungen für die Anschaffung netzdienlicher Photovoltaik- Batteriespeicher. Die Antragstellung erfolgt bei der Investitions- und Förderbank Niedersachsen (N-Bank). Förderungen werden für Unternehmen, öffentliche Einrichtungen und Privathaushalte ausgereicht.

    Gefördert werden durch die N-Bank die Nettoinvestitionskosten in einen stationären Batteriespeicher in Verbindung mit dem

    • Neubau einer an das Verteilnetz angeschlossenen Photovoltaik-Anlage mit einer Leistung von mindestens 4 kWp und
    • der Erweiterung einer bestehenden Photovoltaik-Anlage um mindestens 4 kWp
    Förderhöhe

    Der Zuschuss beträgt 40% der Nettoinvestitionskosten. Für Anlagen mit einer Leistung über 10 kWp ist ein Bonus von 800 Euro vorgesehen, für Überdachung von Parkplätzen und ähnliche Vorhaben gibt es zusätzliche 20 Euro pro m2. Lastmanagementfähige Ladepunkte für Elektrofahrzeuge werden mit einem Bonus von 500 Euro gefördert.

    Die Förderung beträgt maximal 50.000 Euro pro Vorhaben. Fördermittel von Bund oder EU können gleichzeitig in Anspruch genommen werden.

    Bedingungen

    Das Verhältnis von Anlagengröße zu Speicherkapazität muss mindestens 1,2 betragen. Der Speicher einer 6 KWp-Anlage wird also bis zu einer Kapazität von 5 kWh gefördert.  Weiterführende Förderbedingungen umfassen unter anderem ein prognosebasiertes Batteriemanagement sowie Schnittstellen zur Fernsteuerung des Wechselrichters.

    Einschränkungen

    Nicht förderfähig sind Eigenbauten, Prototypen, gebrauchte oder geleaste Stromspeicher.

    Aktueller Stand

    Die Antragstellung ist nach derzeitigem Stand bis zum 30.09.2022 möglich.

    Weiterführende Informationen und die für die Beantragung notwendigen Vordrucke finden sich auf der Internetseite der N-Bank.

    Speicherförderung Schleswig-Holstein

    Das norddeutsche Bundesland hat ein Klimaschutz-Förderprogramm für private Investoren sowie Kleinst- und Kleinunternehmen aufgelegt. Im Rahmen des Programms können bis zu 50 Prozent – im Einzelfall sogar 75 Prozent – der Kosten für den Kauf eines Stromspeichers bzw. einer Wallbox bezuschusst werden.

    Durch das Landesamt für Landwirtschaft, Umwelt und ländlichen Raum werden der Batteriespeicher sowie die Installations- und Anschlusskosten gefördert.

    Förderhöhe

    Batteriespeicher erhalten eine Förderung von bis zu 400 EUR je kWh nutzbarer Kapazität. Die Zuschüsse sind auf maximal 2.000 EUR und höchstens 50 % der Kosten begrenzt. Zusätzlich werden die Installations- und Anschlusskosten des Batteriespeichers mit bis zu 200 €, jedoch bis maximal 50 % bezuschusst.

    Bedingungen

    Der Batteriespeicher muss eine nutzbare Kapazität von mindestens 2 kWh besitzen und mit einer Photovoltaikanlage gekoppelt sein. Deren Leistung muss zwischen 3 und 30 kWp liegen

    Einschränkungen

    Nicht förderfähig ist die Nachrüstung mit einem Stromspeicher bei PV-Anlagen, die vor dem 1. Januar 2021 in Betrieb gegangen sind. Ebenfalls aus der Förderung fallen gebrauchte Stromspeicher. Das Förderprogramm kann nicht mit anderen Programmen des Landes Schleswig-Holstein kombiniert werden.

    Aktueller Stand

    Das Programm war zwischenzeitlich ausgelaufen, seit Mitte Januar 2021 ist die Beantragung der Speicherförderung wieder möglich. Dafür wurden 2,50 Millionen Euro eingestellt.

    Speicherförderung Rheinland-Pfalz

    Rheinland-Pfalz hat ein eigenes Solar-Speicher-Programm aufgelegt. Mit dem Förderprogramm will das Land Privathaushalte, Schulen und kommunale Liegenschaften dabei unterstützen, Batteriespeicher zu installieren. Im August 2020 wurde das Programm weiter aufgestockt und der Kreis der Zuwendungsempfänger um Unternehmen, Vereine und karitative Organisationen erweitert.
    Das Programm ist Teil des engagierten Vorhabens, langfristig rund ein Viertel der Stromerzeugung mit Photovoltaik zu decken. Die Nachrüstung bestehender Photovoltaikanlagen mit einem Speicher wird über das Programm leider nicht gefördert.

    Mit einem Zuschuss gefördert wird die Investition in einen festinstallierten Batteriespeicher, der in Verbindung mit einer neuen, an das Verteilnetz angeschlossenen Photovoltaikanlage errichtet wird.

    Förderhöhe

    Für Heimspeicher liegt der Zuschuss bei 100 Euro pro kWh nutzbarer Speicherkapazität und die Förderung ist auf maximal 1.000 € je Vorhaben begrenzt. Bei Batteriespeichern für Unternehmen beträgt die Förderung ebenfalls 100 Euro pro kWh nutzbarer Speicherkapazität; die maximale Fördersumme liegt bei 10.000 Euro.

    Bedingungen

    Der Batteriespeicher muss eine nutzbare Kapazität von mindestens 5 kWh (Heimspeicher) bzw. 10 kWh besitzen und mit einer Photovoltaikanlage verbunden sein, die eine Leistung von mindestens 5 bzw. 10 kWp hat und ins Netz einspeist. Der Wechselrichter muss eine Schnittstelle zur Fernparametrisierung aufweisen, die Teilnahme am Monitoring ist verpflichtend.

    Einschränkungen

    Nicht förderfähig ist die Nachrüstung von PV-Anlagen mit einem Stromspeicher. Eine Kombination mit anderen öffentlichen Förderungen ist zulässig, sofern in den anderen Förderrichtlinien keine gegensätzlichen Regelungen getroffen wurden.

    Aktueller Stand

    Die Antragstellung ist derzeit möglich.

    Speicherförderung in Berlin

    Der Senat der deutschen Hauptstadt hat im Rahmen des Berliner Energie- und Klimaschutzprogramms 2030 die „Förderrichtlinie für Stromspeicher in Verbindung mit einer neu zu errichtenden Photovoltaikanlage“ beschlossen. Mit der Durchführung der „EnergiespeicherPLUS“ benannten Fördermaßnahme wurde die IBB Business Team GmbH beauftragt. Die Gesellschaft ist eine 100%ige Tochter der Investitionsbank Berlin.

    Die Förderung ist technologieoffen, d.h. neben Batteriespeichern können auch Redox-Flow-Speicher oder Salzwasserbatterien gefördert werden.

    Förderhöhe

    Die Förderung beträgt 300 Euro je Kilowattstunde nutzbarer Kapazität des Stromspeichersystems. Maximal werden 15.000 € pro Stromspeichersystem gewährt. Verfügt der Speicher bzw. das Energiemanagementsystem über eine prognosebasierte Betriebsstrategie, wird ein Bonus von 300 € gezahlt.

    Bedingungen

    Die Förderung erfolgt bis zu einem Verhältnis von 1,2 zwischen Nennleistung der Photovoltaikanlage und der Speicherkapazität. Hat die Anlage z.B. 6 kWp, können bis zu 5 kWh Speicherkapazität (auch anteilig) gefördert werden. Von dem Mindestinstallationsverhältnis kann zu Gunsten eines förderfähigen größeren Stromspeichers abgewichen werden, sofern der Strom nachweislich für Elektromobilität genutzt wird.

    Der Speicher muss zudem drei Jahre zweckentsprechend verwendet werden – in den meisten anderen Bundesländern beträgt diese Frist nur ein Jahr.

    Einschränkungen

    Die maximale Leistungsabgabe der PV-Anlage am Netzanschlusspunkt ist auf 50 % der installierten Leistung der PV-Anlage beschränkt.

    Die Förderung ist eine De-mimimis-Beihilfe (geringfügige Beihilfe), die ein EU-Mitgliedsstaat einem Unternehmen gewähren kann. Innerhalb von drei Jahren dürfen Unternehmen maximal 200.000 Euro dieser Beihilfen erhalten. Auch wenn das Betreiben einer PV-Anlage als Unternehmen gilt, für private Speichernutzer spielt diese Bedingung kaum eine Rolle.

    Aktueller Stand

    Die Antragstellung ist derzeit möglich.

    Förderprogramm für Stromspeicher in Baden-Württemberg  

    Die Anschaffung von Photovoltaik-Speichern wurde bis Ende 2019 in Baden-Württemberg mit einem eigenen Förderprogramm unterstützt. Im ersten Quartal 2021 wird die Förderung neu aufgelegt. Anträge können dann wieder bei der L-Bank, der Förderbank des Landes, gestellt werden.

    Gefördert werden netzdienliche Batteriespeicher im Zusammenhang mit der Installation einer neuen Photovoltaikanlage, wenn diese nach dem 1. Januar 2021 beauftragt wurde. Der Baubeginn ist nach erfolgter Antragstellung möglich. Der Zuwendungsbescheid muss noch nicht vorliegen.

    Förderhöhe

    Das Förderprogramm gewährt einen Zuschuss von 200 Euro je kWh Speicherkapazität bei einer PV-Anlagengröße bis 30 kWp, bei größere Anlagen beträgt der Zuschuss 300 Euro je kWh. Maximal werden pro Vorhaben 45.000 € bezuschusst.

    Bedingungen

    Die Förderung ist für Speicher ab einer Größe von 2 kWh möglich. Das Förderprogramm gibt ein Mindestinstallationsverhältnis zwischen der installierten Leistung der Photovoltaikanlage und der Speicherkapazität des Batteriespeichers von 1,2 vor. Höhere Kapazitäten können installiert werden, erhalten aber keine Förderung. Abweichungen von diesem Prinzip sind möglich bei gleichzeitiger Installation eines lastmanagementfähigen Ladepunktes für Elektrofahrzeuge und/oder einer Wärmepumpe. 
    Die Teilnahme am Speichermonitoring ist verpflichtend.

    Einschränkungen

    Die maximale Leistungsabgabe der PV-Anlage am Netzanschlusspunkt ist bei Anlagen bis 30 kWp auf 50 % der installierten Leistung, darüber auf 60 % beschränkt. Verfügt die PV-Anlage über technische Einrichtungen zur Auslesung oder ferngesteuerten Reduzierung der Einspeiseleistung bei Netzüberlastung durch den Netzbetreiber, gilt diese Beschränkung nicht.

    Aktueller Stand

    Die Antragstellung ist voraussichtlich ab dem 1. März 2021 bis Ende 2022 möglich.

    Speicherförderung Bayern

    Im Rahmen des 10.000 Häuser-Programmes unterstützt Bayern die „netzdienliche Photovoltaik“.  Gebäudeeigentümer von selbstgenutzten Ein- und Zweifamilienhäusern sollen motiviert werden, den Anteil der erneuerbaren Energien an der Stromversorgung zu erhöhen und die eigenen Stromkosten zu reduzieren.

    Gefördert wird die Erst- oder Ergänzungsinstallation eines neuen, stationären Batteriespeichers jeweils in Verbindung mit einer neuen PV-Anlage.

    Förderhöhe

    Das Programm gewährt einen Basiszuschuss von 500 Euro für 3 kWh Speicherkapazität und 100 Euro für jede weitere kWh bis zu einer maximalen Kapazität von 30 kWh. Der maximale Förderbetrag beläuft sich auf 3.200 €. Die Installation einer Ladestation für Elektrofahrzeuge kann zusätzlich mit 200 Euro bezuschusst werden.

    Bedingungen

    Die nutzbare Speicherkapazität muss mindestens 3 kWh betragen. Die Förderung erfolgt

    nur im Verhältnis 1:1 von Leistung der PV-Anlage in kWp und nutzbarer Speicherkapazität in kWh.

    Zudem sind eine Batterieschnittstelle zur Kommunikation und Fernsteuerung und ein intelligentes Energiemanagementsystem erforderlich.

    Einschränkungen

    Eine gleichzeitige Förderung des Systems aus PV-Anlage und Batteriespeicher über den Programmteil EnergieSystemHaus der „10.000-Häuser“-Förderung ist möglich, mit Ausnahme des TechnikBonus T3.

    Aktueller Stand

    Die Antragstellung ist bis zum 31. Juli 2022 möglich.

    Speicherförderung Nordrhein-Westfalen

    In Nordrhein-Westfalen werden im Rahmen des Programmes „progres.nrw Markteinführung“ stationäre elektrische Batteriespeicher in Verbindung mit einer neu zu errichtenden Photovoltaikanlage gefördert. Antragsberechtigt sind Privatpersonen aber auch Unternehmen, Gemeinden, Gemeindeverbände und öffentliche Träger.

    Förderhöhe

    Die Förderung beträgt 150 Euro pro kWh Speicherkapazität. Die Förderhöchstgrenze liegt bei 75.000 Euro.

    Bedingungen

    Das Verhältnis der installierten Leistung der Photovoltaikanlage in kWp zur Kapazität des Batteriespeichers in kWh darf maximal eins zu drei betragen.

    Einschränkungen

    Pro PV-Anlage und Standort kann nur ein Speicher gefördert werden. 

    Aktueller Stand

    Der Antrag kann in der Zeit vom 4. Februar bis zum 20. November 2021 gestellt werden.

    Speicherförderung Thüringen

    Im Rahmen des Solar-Invest-Programms fördert Thüringen „stationäre Energiespeichersysteme, die der Speicherung von Strom aus Photovoltaik dienen (Batteriespeicher)“. Zentrales Anliegen ist es, die Eigenverbrauchsquote bei der Nutzung von Photovoltaik zu erhöhen.

    Gefördert werden können Neuinvestitionen in Photovoltaikanlagen zusammen mit einem

    Batteriespeicher, die dem Eigenverbrauch dienen. Der selbst erzeugte Strom sollte dabei mindestens zu 60% selbst verbraucht werden.

    Bei gleichzeitiger Errichtung von PV-Anlage und Speicher werden PV-Anlagen bis 10 kWp mit 900 Euro pro kWp gefördert. Der Zuschuss für nachträglich installierte Energiespeicher liegt bei 300 EUR pro kWh elektrischer Speicherleistung je Einzelanlage bis 10 kWh. Der Förderbetrag wird bis zu maximal 25 % der Investitionskosten gewährt, für Bürgerenergiegenossenschaften bis zu 40 %. 

    Ausgelaufen sind die Länderprogramme zur Photovoltaik-Förderung bereits in Brandenburg (Eintausend Speicher), Sachsen-Anhalt (Stromspeicher in Verbindung mit einer Photovoltaikanlage) und im Saarland. Allerdings werden Förderprogramme, insbesondere zum Jahreswechsel, wenn Budget zur Verfügung steht, häufig wieder neu aufgelegt. Es lohnt sich also, dranzubleiben und die Förderungen im Auge zu behalten.

    Speicherförderung in Österreich

    In Österreich werden bundesweit Neuanlagen und die Erweiterung von bestehenden Photovoltaikanlagen um einen Stromspeicher sowie die Erweiterung bestehender Stromspeicher gefördert. Anträge auf Investitionszuschuss gemäß § 27a ÖSG 2012 können von natürlichen oder juristischen Personen gestellt werden.

    Das Verhältnis von installierter Leistung der Photovoltaikanlage (kWp) zu nutzbarer Kapazität des Stromspeichers (kWh) muss mindestens 0,5 kWh/kWp betragen, dies gilt auch für Erweiterungen des Stromspeichers. Die maximal förderbare Kapazität beträgt 50 kWh je Anlage. Die Höhe der Förderung liegt bei 200 Euro pro kWh, maximal werden 30 % der Investitionskosten und Speicher bis zu einer Kapazität von 50 kWh gefördert.

    Momentan sind die Mittel für die Photovoltaik im Förderprogramm erschöpft.

    Informationen zu den Förderprogrammen der österreichischen Bundesländer finden sich unter pvaustria.at.

    Momentan sind die Mittel für die Photovoltaik im Förderprogramm erschöpft.

    Förderung für Stromspeicher in der Schweiz

    Derzeit existiert weder eine zentrale Informationsstelle noch ein landesweites Programm in der Schweiz. Förderungen für Stromspeicher sind Sache der Kantone und Gemeinden. Bisher fördern nur einige Kantone und Gemeinden sowie Elektrizitätswerke die Installation eines Speichersystems.