Was ist eine Wallbox für das E-Auto?

Elektroautos benötigen Strom. Eine Möglichkeit, sein E-Auto zu laden, sind die öffentlichen Ladestationen. Doch es gibt auch die Option, eine eigene Wandladestation zu installieren. Was aber kostet die Installation einer solchen Wallbox? Und funktioniert sie auch mit Strom, den man mittels Photovoltaik gewinnt? Die Antworten hat solarenergie.de.
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    Wallbox für das E-Auto

    Wallbox ist die Bezeichnung für eine Ladestation, die dazu genutzt werden kann, den Akku eines E-Autos zu laden. Dies ist sicherer als das Laden des Elektrofahrzeugs an der Haushaltssteckdose, die nicht vorrangig für diesen Vorgang ausgelegt ist. Ein weiterer Vorteil ist die Effektivität einer Wallbox-Ladestation: Ihre Ladeleistung beträgt bis zu 22 kW. Die normalen Steckdosen im Haushalt bringen es auf gerade einmal 2,3 kW.

    Wie funktioniert eine Wallbox?

    Die Funktionsweise einer Wallbox für den privaten Gebrauch sieht so aus, dass sie E-Autos mit Wechselstrom (AC) versorgt und dafür zumeist über einen oder zwei Ladepunkte mit einem Typ-2-Stecker verfügt. Dieser Steckertyp wurde europaweit als Standard für das Laden von Elektroautos festgelegt. Als Ladekabel dient das beim Kauf eines E-Autos erworbene Kabel, wenn es sich bei der Wallbox nicht um ein solches Modell handelt, bei dem das Ladekabel fest installiert ist.

    Zudem verfügt eine Wallbox über einen „Electric Vehicle Charge Controller“ (EVCC), der den Ladevorgang sowie die Ladeleistung steuert und überwacht. Damit auch der Verbraucher den Ladefortschritt im Blick haben kann, verfügt jede handelsübliche Wallbox über eine LED-Anzeige.

    Darüber hinaus sind noch weitere Sicherungen in eine Wandladestation für E-Autos integriert. Um das Ladekabel vor Überlastung zu schützen, gibt es einen Leitungsschutzschalter, während ein Fehlerstromschutzschalter (FI-Schalter) dafür sorgt, dass die beteiligten Komponenten beim Laden des E-Autos an der Wallbox vor Überspannungen und Fehlströmen geschützt sind. Im Falle von Störungen wird der Ladevorgang abgebrochen, um Schäden zu vermeiden.

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    Wo wird die Wallbox installiert?

    Private Ladestationen werden in der Regel an einer Wand oder als Standsäule in der Garage bzw. in einem Solar-Carport installiert, sodass das Elektroauto an einem vor Regen geschützten Standort geladen werden kann. Wichtig ist dabei, dass die Montage der Wallbox laut Gesetzgeber nicht durch den Besitzer, sondern nur durch einen Elektriker durchgeführt werden darf, da an manchen Standorten ein Starkstromanschluss gelegt werden muss.

    Was kostet die Installation einer Wallbox?

    Wer sich eine Wallbox als wichtige Grundlage für Elektromobilität zulegen möchte, muss für den Kauf, die Installation und die Anmeldung beim örtlichen Netzbetreiber in etwa 1.500 bis 3.000 Euro in die Hand nehmen. Zudem können Kosten für die Genehmigung der Wallbox anfallen, wenn deren Ladeleistung 11 kW oder mehr beträgt.

    Allerdings lassen sich die Kosten auch verringern. So gibt es in Deutschland eine Förderung von privaten Ladesäulen, indem Verbrauchern ein Zuschuss in Höhe von 900 Euro pro Ladepunkt zugestanden wird. Die Förderung ist jedoch an die Bedingung geknüpft, dass der Antragsteller seine Wallbox mit erneuerbarer Energie speisen kann. Das unabhängige Verbrauchermagazin Öko-Test stellt die weiteren Voraussetzungen für die Bewilligung der Förderung vor.

    Wallbox mit PV-Anlage koppeln

    Der staatliche Zuschuss zur Wallbox wird also nur bei der Nutzung von Ökostrom gewährt. So etwa für Besitzer einer Photovoltaikanlage (PV-Anlage), die ihr E-Auto mit Solarstrom laden. Das Laden mit Sonnenenergie hat weitere Vorteile: Die Umwelt und der Geldbeutel des Verbrauchers profitieren auch davon.

    Wenn man sein Elektroauto mit einer Wallbox über die PV-Anlage laden möchte, sollte man wissen, dass ein E-Fahrzeug mit mindestens 1,4 kW geladen werden muss. Der Strombedarf eines E-Autos während des Ladens sollte also zum ohnehin bestehenden Verbrauch von Solarstrom im Haushalt hinzugerechnet werden, damit der Akku für die nächste Fahrt auch ausreichend geladen ist. Die Erweiterung der Photovoltaikanlage – bzw. bei Neubau eine großzügige Planung – ist also zu empfehlen.