Lohnt es sich, in eine Photovoltaik-Anlage zu investieren?

Saubere Energie von Dach und mehr Unabhängigkeit vom Stromversorger: Eine Photovoltaikanlage bietet unbestreitbar Vorteile. Doch ist die Anschaffung auch wirtschaftlich sinnvoll? Erfahren Sie, welche Faktoren Ihre PV-Anlage zu einer lohnenden Investition machen.
Inhaltsverzeichnis
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    Lohnt sich eine PV-Anlage?

    Die Anschaffung einer PV-Anlage bedeutet stets eine große Investition, vergleichbar mit der Anschaffung eines Autos. Verständlich, dass Hausbesitzer oder Gewerbetreibende vorab wissen möchten, ob sich diese Investition lohnt.

    Im Hinblick auf die Klimabilanz ist die Frage stets mit einem klaren „ja“ zu beantworten. Stehen hingegen wirtschaftliche Interessen bei der Nutzung der Solarenergie im Vordergrund, gilt es, genauer hinzusehen. 20 Jahre nach Einführung des EEG haben sich die Bedingungen geändert. Die Zeiten, in denen sich mit der Volleinspeisung des selbst erzeugten Solarstroms eine gute Rendite erwirtschaften lässt, sind vorbei. Die mit dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) festgelegte Einspeisevergütung sinkt stetig, so dass sich die Einspeisung von überschüssigem Solarstrom kaum noch lohnt.

    Trotzdem ist die Investition in eine Solaranlage noch immer sinnvoll, denn mittels Photovoltaik lässt sich kostenlose Energie von der Sonne gewinnen. Für die Wirtschaftlichkeit entscheidend ist, dass möglichst viel vom selbst erzeugten Solarstrom selbst verbraucht wird. Dieser sogenannte Eigenverbrauch mindert die Strommenge, die teuer aus dem Netz bezogen werden muss. Das senkt die Stromrechnung und die Abhängigkeit von großen Stromanbietern. Bei der PV-Anlage bis zu 30 kWp muss für den Eigenverbrauch auch keine EEG-Umlage bezahlt werden.

    Ein Teil der Investitionen in eine PV-Anlage kann mittels staatliche Förderprogramme finanziert werden. Aktuell werden insbesondere Stromspeicher gefördert, durch deren Integration in die Anlage der Eigenverbrauch erhöht wird.

    Wie jede Investition lohnt sich der Kauf einer PV-Anlage nur dann, wenn diese in einem überschaubaren Zeitraum ihre Kosten wieder einspielt. Der derzeitige Preis für Strom beträgt ca. 30 Cent / kWh. Als Investitionskosten für wirtschaftliche PV-Kleinanlagen bis 10 kWp sollten ca. 1.300 bis 1.800 Euro pro kWp veranschlagt werden. Dank der Einsparung bei den Stromkosten amortisiert sich die Investition im Schnitt nach etwa 9 bis 11 Jahren. Die Lebensdauer einer Photovoltaikanlage beträgt jedoch mindestens 20 Jahre.

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    PV Anlage finanzieren

    Zur Sicherung der Investition in eine Photovoltaikanlage ist eine nachhaltige Finanzierung notwendig. Noch vor dem Kauf muss deshalb geklärt werden, welche Kredite oder Förderungen in Betracht kommen. Zur Finanzierung einer Photovoltaikanlage stehen verschiedene Möglichkeiten offen: Eigenkapital, ein Bankkredit oder eine Photovoltaik-Förderung durch öffentliche Programme. Wer sich für einen Solarkredit entscheidet, sollte die Konditionen der einzelnen Banken miteinander vergleichen und das passende Angebot auswählen. Zu bedenken sind u.a. Laufzeit, Zinsbindung und Rückzahlungsmodalitäten.

    Anbieter von Photovoltaikkrediten sind z.B. die Kreditanstalt für Wiederaufbau, die Umweltbank und Schwäbisch-Hall. Aber auch regionale Sparkassen und Bausparkassen bieten inzwischen Solarkredite an. Aufgrund der Fülle an Angeboten und unterschiedlichster Konditionen sollten sich Interessierte umfassend zu den Kosten einer Solaranlage beraten lassen. Zu beachten ist außerdem: Die auf Solaranlagen entfallende Mehrwertsteuer ist bei fast allen Kreditinstituten nicht durch einen Solarkredit abgedeckt. Die Kreditsumme bezieht sich lediglich auf die Kosten der Photovoltaikanlage (Nettoinvestitionskosten) ohne Montagekosten. Demnach sollten in jedem Fall 20 % mehr Kapital eingeplant werden.

    Fördermöglichkeiten abwägen

    Ist nicht genügend Eigenkapital vorhanden bzw. sollen die Mittel nicht gebunden werden, lassen sich spezielle PV-Kredite aber auch Förderungen in Anspruch nehmen. Neben Banken gewähren Bund und Kommunen Beihilfen für Photovoltaikanlagen. Je nach Situation, Anlage und veranschlagten Kosten können sich Interessenten zinsverbilligte Kredite, Zuschüsse oder steuerliche Abschreibungsmöglichkeiten für den Neubau oder Ausbau der Anlage sichern. Einen Überblick über passende Förderungen für Photovoltaikanlagen ermöglicht die Förderdatenbank des Bundesministeriums für Umwelt und Wirtschaft.

    Wirtschaftlichkeit einer Photovoltaikanlage

    Die Investitionskosten in eine PV-Anlage liegen bei mehreren Tausend Euro. Ob der Installateur teure oder günstige Module aufs Dach bringt, hat keinen Einfluss auf den Preis der Installation. Anwender haben deshalb nur die Möglichkeit, bei den Modulkosten selbst zu sparen. Die Module sind jedoch das zentrale Element der Photovoltaikanlage, der Teil, der die Sonnenstrahlung in elektrischen Strom umwandelt. Es ist daher sinnvoll, in hochwertige und langlebige Module zu investieren, um langfristig sichere Erträge zu erzielen.

    Wann lohnt sich eine Photovoltaik-Anlage?

    Nicht jeder Standort eignet sich für eine Solaranlage. Ein Blick ins Solarkataster oder eine erste unverbindliche Beratung durch den Photovoltaik-Fachmann geben Aufschluss über das Potential der Dachfläche für die Stromgewinnung aus Solarenergie. Sind die Rahmenbedingungen günstig, ist eine PV-Anlage grundsätzlich eine sinnvolle Investition, die einige Vorteile bietet.

    Betreiber von Solaranlagen können

    • die Stromkosten dauerhaft senken
    • die Unabhängigkeit vom Energieversorger erhöhen
    • die Umwelt schützen
    • Geld lohnenswert anlegen
    • eine Wertsteigerung der Immobilie erreichen.

    Gegen eine PV-Anlage sprechen am ehesten die Investitionskosten und die Volatilität der Solarenergie. Da ein möglichst hoher Eigenverbrauch für die Rentabilität einer PV-Anlage entscheidend ist, lohnt es sich, über den Einsatz einer intelligenten Steuerung oder über einen Batteriespeicher nachzudenken. Beide verursachen zusätzliche Kosten, kompensieren aber die Nachteile einer wetter- und tageszeitabhängigen Stromproduktion.

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    Hohe Rendite mit Photovoltaikanlagen – Was ist dran?

    Verschiedene Quellen veröffentlichen zum Teil deutlich voneinander abweichende Zahlen, mit welcher Rendite Betreiber von Solaranlagen rechnen können. Sinkende Preise für die Technik, steigende Strompreise und die Möglichkeit, Dank intelligenter Steuerungen und/oder Batteriespeichern einen relevanten Teil des Stromes selbst zu verbrauchen, sorgen dafür, dass die Rendite tendenziell eher steigt. Grundsätzlich gilt: Photovoltaikanlagen bringen eine vergleichsweise gute Rendite, sind also attraktive Geldanlagen. Um genauere Berechnungen anstellen zu können, müssen Faktoren wie Anlagengröße und -ausstattung, die Kosten für die Errichtung und den Betrieb der Solaranlage und die Konditionen der Finanzierung berücksichtigt werden. Deshalb kann die Frage, ob sich eine PV-Anlage im konkreten Anwendungsfall lohnt, nur individuell beantwortet werden.

    Lohnt sich eine PV-Versicherung?

    Eine Photovoltaikanlage ist ständig Wind und Wetter ausgesetzt. Zudem stellt die Anlage einen Wert von mehreren tausend Euro dar. Ein Versicherungsschutz macht sich daher bezahlt, auch wenn der nicht immer ganz billig ist. Wichtig ist dabei, dass die Photovoltaik-Versicherung auch den Einnahmeausfall deckt, wenn die Anlage aufgrund von Beschädigung oder Diebstahl keinen Solarstrom produziert.